Corona Infos

Für uns als Reisebüro bedeutet diese Krise eine enorme Belastung.

Alle Reisen bis 14.06.2020 wurden von den Reiseveranstaltern abgesagt.
Im Anschluss gibt es keine gernerelle Reisewarung mehr – nur je Zielgebiet

Für alle Pauschalreisen über den 14.06.2020 hinaus prüfen wir täglich die Durchführbarkeit und die Informationen der einzelnen Veranstalter.

Sollten sich irgendwelche Änderungen ergeben, werden wir Sie umgehend informieren!

Bitte berücksichtigen Sie, dass alle Veranstalter durch den enormen Arbeitsaufwand und Kurzarbeit nur sehr beschränkt erreichbar und einsatzfähig sind. Deshalb verzögert sich die Rückabwicklung um Wochen.

Wir haben für Sie wieder geöffnet.
Geschäftszeiten: Mo – Fr von 10:00 – 18:00 Uhr

Derzeit sind leider nur 4 Kunden im Laden möglich.
Bitte vereinbaren Sie deshalb mit uns einen Termin – DANKE!

 

14.5.2020

 

Derzeit haben wir uns mit dem nachstehenden Schreiben an viele Politiker gewandt:

Sehr geehrter Herr ….,

wir stehen als unabhängiges Reisebüro für alle als neutrale Ansprechpartner bei touristischen Fragen zur Verfügung, auch wenn wir für diese ganzen Arbeiten derzeit keinerlei Geld bekommen.

Mit 2 Mitarbeitern und einer Auszubildenden (wir bilden seit 8 Jahren in Veitshöchheim aus) engagieren wir uns auch vor Ort. Ich selbst bin seit ca. 30 Jahren in der Branche und habe einige Krisen überlebt, derzeit erlebe ich aber eine Situation, die mich sehr beschäftigt.
1. Vorsitzender des „Verkehrs- und Gewerbeverein Veitshöchheim e.V.“
Mitglied des Vorstandes  „ZweiUferLand Tourismus e.V.“
Mitglied im „Umwelt Beirat“ der Gemeinde Veitshöchheim
Mitglied der „fairtrade Steuerungsgruppe“ der Gemeinde Veitshöchheim
Frau Gerhart ist Mitglied im Prüfungsausschuss der IHK

Es ist schon erstaunlich dass für Betriebe die 4-6 Wochen geschlossen haben, viel Verständnis aufgebracht wird, aber unsere Branche, die 6 Monate Totalausfall und eine unsichere Zukunft vor sich hat, kein Gehör findet.

Derzeit arbeiten 2.920.000 in der Touristik, davon ca. 100.000 in den Reisebüros mit ca. 5.000 Ausbildungsplätzen in den Reisebüros. Leider findet aber die Lobby der Automobilbranche mit ca. 1Mio Arbeitsplätzen weitaus mehr Gehör in Berlin.

Gerade erst mussten wir den Konkurs von Thomas Cook verkraften, jetzt fühlen wir uns alle total alleine gelassen.
Auch das Thema Soforthilfe…. Wir selbst haben noch keine Hilfe aus der Soforthilfe des Bundes erhalten und ich kenne nur ganz wenige, die bereits Hilfe erhalten haben.

Wir erwarten, dass der Bundestag entsprechend handelt und einer Rettung der unverschuldet bedrohten Realwirtschaft in Deutschland mindestens ebenso viel Priorität einräumt, wie der umstrittenen milliardenschweren Rettung der 2008 durch Eigenverschulden in Schwierigkeiten geratenen Finanzinstitute.

 

Forderungen:

  1. Rechtskonforme Umsetzung der EU Pauschalreiserichtline 2018, die Deckelung der Versicherungssumme auf 10 Mio. erwies sich bereits beim Konkurs von Thomas Cook als falsch
    Derzeit sind viele Veranstalter wiederum vom Konkurs und der unzureichender Absicherung bedroht, das würde bedeuten auch der Staat muss wieder einspringen
  2. Auszahlung der Kundengelder, die durch die fehlende Absicherung von Thomas Cook und von der Regierung bereits zugesagt wurden
  3. Rettungsschirm für die stationären Reisebüros mit ihren rund 100.000 Arbeitsplätzen stellen derzeit die Krisenfront für die deutschen Bürger dar, die mit ihrer Reise- oder Flugbuchung nach Rat und Tat suchen

Durch die Kombination aus fehlendem Neugeschäft, rückwirkend wegbrechendem Altgeschäft, vergütungsfreier Mehrarbeit, ungeklärten Rechtsfragen und unsicheren
Zukunftsaussichten trifft die Coronavirus-Krise den stationären Reisevertrieb deutlich existenzbedrohender als andere Branchen.
Die Arbeit aus Dezember, Januar und Februar wurde jetzt storniert und die Provisionen sind weg. März, April, Mai sind gänzlich ohne Neugeschäft. 6 Monate Totalausfall

  1. Eine klare Perspektive für die Tourismusbranche. Nur so können Hotels und Tourismusbetriebe planen. Es braucht eine gewisse Vorlaufphase, der Tourismus kann nicht ad hoc gestartet werden. Deshalb braucht es einen gewissen Zeitplan, wann Tourismus phasenweise hochgefahren und wieder stattfinden kann.
  2. Interessenvertreter der Reisebüros, die mit unserer tagtäglichen Arbeit vertraut sind in die Ausschüsse wenn über Touristik beraten wird.
  3. Wenn dem deutschen Staat und seiner Gesellschaft diese fachlich hochkompetente Dienstleistung etwas wert ist, dann brauchen stationäre Reisebüros – auch innerhalb der Reisebranche – ein eigenes Rettungsmodell, das über die allgemeinen Sicherungsmaßnahmen hinausgeht.